Die Pflicht zum Widerrufsbutton und Gewährleistungs-Label für Shopware-Shops kommt!

Wichtige rechtliche Neuerungen für Online-Shops 2026

Die Pflicht zum Widerrufsbutton und Gewährleistungs-Label für Shopware-Shops kommt!

Wichtige rechtliche Neuerungen für Online-Shops 2026

Letztes Jahr das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) – und viele Shops sind noch mitten in der Umsetzung. Doch 2026 bringt bereits die nächsten konkreten Pflichten: Mitte Juni wird der Widerrufsbutton verpflichtend, Ende September folgen Gewährleistungs-Labels. Beide Anforderungen sind technisch prüfbar und erhöhen das Abmahnrisiko deutlich. Die gute Nachricht: Mit einem Update auf aktuelle Shopware-Versionen lassen sich diese Vorgaben sauber und zukunftssicher umsetzen.

Viele Shopbetreiber kämpfen noch mit der Umsetzung der Barrierefreiheit oder haben noch gar nicht angefangen. Das Gute vorab, mit der aktuellen Shopware Versiobn 6.7 sind bereits die grundlegenden, technischen Voraussetzungen für die Einhaltung der BFSG bereits abgedeckt. Doch natürlich erfordert eine einigermaßen vollumfängliche Abdeckung auch viele inhaltliche Themen (Stichwort Kontrast). Gerne unterstützen wir Shopbetreiber mit einer kostenlosen Analyse und BFSG-Cechkliste.

Auf der anderen Seite gab es seit der Einführung des Gesetzes im Juni 2025 keine Abmahnwelle, zu komplex sind die Anforderungen des BFSG zu prüfen.

Abmahn-Risiko zum Widerrufsbutton und Gewährleistungs-Labeln

Anders wird es mit den neuen rechtlichen Vorgaben 2026. Diese sind leicht prüfbar und bergen daher eine größere Gefahr für Abmahnungen des eigenen Online-Shops. Daher solllten folgende Stichtage definitiv im Auge behalten werden:

  • 19. Juni 2026 → Pflicht zum Widerrufsbutton
    Online-Shops müssen Kunden eine direkte, digitale Möglichkeit zum Widerruf bieten – einfach, sichtbar und ohne Umwege über E-Mail oder Formulare. Ziel ist ein standardisierter „Ein-Klick-Widerruf“, der den Prozess deutlich vereinfacht und für Händler technisch nachvollziehbar macht.
  • 27. September 2026 → Pflicht zu Gewährleistungs- und Garantie-Labels
    Produkte müssen künftig klar und transparent kennzeichnen, ob und welche Gewährleistung bzw. Garantie gilt. Dabei sind gesetzliche Gewährleistung und freiwillige Garantien eindeutig zu unterscheiden und verständlich direkt am Produkt darzustellen.

Und anders als viele „weiche“ Vorgaben zuvor sind diese technisch eindeutig überprüfbar – und damit auch ein konkretes Abmahnrisiko.

Die gute Nachricht für Shopware 6.7

Mit der aktuellen Shopware-Version 6.7 (teilweise auch 6.6) lassen sich diese Vorgaben sauber und zukunftssicher umsetzen. Shopware hat bereits offiziell angekündigt, eine Lösung für den Widerrufsbutton in einem kostenlosen Update zur Verfügung zu stellen. Und auch die Unterstützung für die Gewährleistungs-Label wird mit großer Wahrscheinlichkeit einen Weg in die Shopware Community Edition (und alle Pläne natürlich) bekommen. 

2026 kommt die Pflicht zum Widerrufsbutton und Anzeige von Gewährleistungs- und Garantie-Labeln für Shopware

Der Widerrufsbutton – Pflicht zur „Ein-Klick-Rückgabe“

Was ändert sich konkret?

Ab dem 19.06.2026 müssen Online-Shops ihren Kunden eine einfache, digitale Widerrufsmöglichkeit direkt im Shop anbieten.

  • Kein verstecktes Formular mehr
  • Keine E-Mail-Pflicht
  • Kein „PDF ausdrucken und unterschreiben“

Stattdessen: Ein klar sichtbarer Widerrufsbutton, über den der Kunde den Widerruf direkt online über ein z.B. vorausgefülltes Formular erklären kann.

Warum das kritisch ist (und viele Shops durchfallen werden)

Viele Shopbetreiber unterschätzen aktuell drei Punkte:

  1.  „Wir haben doch ein Widerrufsformular“
    Das reicht nicht mehr – es muss ein digitaler Prozess sein
  2. „Das kann der Kunde ja per E-Mail machen“
    Ebenfalls nicht ausreichend – der Gesetzgeber fordert eine niedrigschwellige Lösung.
  3. „Das betrifft nur große Shops“
    Falsch – die Pflicht gilt für alle Online-Shops

Wie die Umsetzung aussehen muss

Ein rechtskonformer Widerrufsprozess beinhaltet:

  • Sichtbarer Button (z. B. im Kundenkonto oder Footer)
  • Strukturierter Prozess (Bestellung auswählen, Widerruf bestätigen)
  • Automatische Bestätigung (z. B. E-Mail)
  • Dokumentation im System

Wichtig: Es geht nicht nur um die technische Umsetzung im Shop, sondern auch um den gesamten Prozess (inklusive Dokumentation).

Gewährleistungs- & Garantie-Label – Schluss mit unklaren Aussagen

Was kommt ab dem 27.09.2026?

Produkte müssen künftig klar gekennzeichnet werden, was gilt:

  • Gesetzliche Gewährleistung (immer vorhanden)
  • Garantie (optional, aber wenn vorhanden muss diese klar definiert und ausgegeben werden)

Das Ziel der Verordnung: Verbraucher sollen sofort verstehen, welche Rechte sie haben

Was viele Shops aktuell falsch machen

Typische Probleme:

  • „2 Jahre Garantie“ ohne Erklärung
  • Vermischung von Garantie & Gewährleistung
  • Fehlende oder versteckte Informationen

Die mögliche Folge ab September: Erhöhtes Abmahnrisiko und Vertrauensverlust durch Kunden.

Was künftig Pflicht wird

Produkte müssen eindeutig ausweisen:

  1. Gewährleistung
    • Gesetzlich vorgeschrieben
    • Dauer und Umfang müssen klar sein
  2. Garantie (falls vorhanden)
    • Bedingungen
    • Dauer
    • Anbieter (Hersteller oder Händler)

Und das nicht irgendwo versteckt – sondern klar sichtbar am Produkt und im Checkout. Noch ist allerdings nicht final geklärt, wie und wo die Darstellung genau auszusehen hat. Fakt ist aber, die Labels müssen direkt (ohne Link, Toggle, oder ähnliches versteckt) für den Kunden sichtbar sein.

Konkrete Label-Vorgaben der EU für Gewährleistung und Garantie

Die Labels dürfen dabei nicht selbst gestaltet oder in Textform formuliert sein. Die EU gibt konkrete Labels vor, die mehr oder weniger 1:1 ohne Anpassungen (bis auf inhaltliche in Bezug auf die Garantie) im Online-Shop dargestellt werden müssen.

Gewährleistungs-Label der EU ab 2026
Garantie-Label der EU ab 2026

2026 ist das Jahr für ein Shopware-Update

Viele Shopbetreiber stehen aktuell vor der Frage, ob sie noch warten oder jetzt modernisieren sollten. Unsere klare Einschätzung: 2026 ist ein Turning Point. Neue rechtliche Anforderungen wie Widerrufsbutton und Gewährleistungs-Labels, die Nachwirkungen des BFSG und steigende technische Anforderungen sorgen dafür, dass Stillstand schnell zum Risiko wird.

Ein Update auf eine aktuelle Shopware-Version schafft hier die notwendige Grundlage – sowohl rechtlich als auch technisch:

  • Saubere Integration neuer gesetzlicher Vorgaben

  • Bessere Nutzerführung und Prozesse (z. B. beim Widerruf)

  • Zukunftssicherheit ohne aufwendige Sonderlösungen

2026 bringt keine theoretischen Vorgaben, sondern klar überprüfbare Pflichten. Für viele Shops bedeutet das konkreten Handlungsbedarf – sowohl technisch als auch rechtlich. Wer jetzt frühzeitig prüft, Prozesse analysiert und eine Update-Strategie entwickelt, spart später Zeit, Kosten und unnötige Komplexität.

Sie möchten wissen, ob Ihr Shop betroffen ist

Wir prüfen Ihren Shopware-Shop auf rechtliche und technische Anforderungen und zeigen Ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten auf.

Ja, ab dem 19. Juni 2026 müssen Online-Shops eine direkte, digitale Widerrufsmöglichkeit anbieten. Ein einfacher Button oder Prozess ersetzt dabei klassische Formulare oder E-Mail-Lösungen.

Der Button muss für Kunden leicht auffindbar und zugänglich sein, typischerweise im Kundenkonto oder in unmittelbarer Nähe zur Bestellübersicht.

 

Nein, ein statisches Formular genügt nicht mehr. Der Gesetzgeber verlangt einen digitalen, interaktiven Prozess ohne Medienbruch.

 

Ja, die Pflicht gilt unabhängig von der Shopgröße für alle Händler, die an Verbraucher verkaufen.

Es drohen Abmahnungen und rechtliche Konsequenzen, da die Einhaltung technisch leicht überprüfbar ist.

Gewährleistungs-Labels informieren Kunden klar darüber, welche gesetzlichen Rechte bestehen und ob zusätzlich eine Garantie angeboten wird.

Die Gewährleistung ist gesetzlich vorgeschrieben, während eine Garantie freiwillig vom Händler oder Hersteller angeboten wird.

Die Pflicht tritt am 27. September 2026 in Kraft und betrifft alle Online-Shops, die Produkte an Verbraucher verkaufen.

Direkt auf der Produktdetailseite und gut sichtbar für den Kunden – nicht versteckt in den AGB.

Dauer, Bedingungen und der Garantiegeber müssen klar und verständlich dargestellt werden.

Ja, insbesondere aktuelle Shopware-Versionen wie 6.7 bieten die nötigen technischen Grundlagen für eine rechtssichere Umsetzung.

In vielen Fällen ja, da ältere Versionen die neuen Anforderungen nur mit erheblichem Aufwand oder gar nicht abbilden können.

 

Das hängt vom aktuellen Systemstand ab. In modernen Setups lassen sich viele Anforderungen strukturiert und effizient integrieren.

Neben der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben profitieren Shops von besserer Usability, Performance, höherer Conversion und langfristiger Wartbarkeit.

 

Weil die Umsetzung Zeit benötigt und kurzfristige Lösungen oft fehleranfällig sind – frühes Handeln reduziert Risiko und Kosten.

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